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Michael Vogt im Gespräch mit Barbara Bennefeld vom Gnadenhof Dörrieloh und Pia Kästner, 1. Vorsitzende Haus- und Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V., und Andreas Popp über den Umgang mit Tieren und über bürokratischen Terror gegen die, die sich den Ärmsten der Armen in der Tierwelt annehmen.

Unsere Mitgeschöpfe Tiere werden in unserer Zeit als die sprachlosesten und hilflosesten Geschöpfe nicht selten Opfer der «Verwerfungen», die wir Menschen uns selbst, der Umwelt und eben den Tieren in der Schlußphase eines immer ruppigeren kapitalistischen Wirtschafts- und Sozialsystems tagtäglich antun. Bei den industriell «genutzten» «Nutz»-tieren gelten ohnehin nur marktwirtschaftliche Gesichtspunkte und dominieren die Interessen der Nahrungsmittellobby.

Aber auch bei den privaten Tieren stehen oft Kommerz ganz oben und Tierschutz ganz unten. Und so werden in Deutschland zigtausende von Tieren zum Töten abgeschoben oder landen, wenn sie Glück haben, auf einem der wenigen Gnadenhöfe.

Unter einem Gnadenhof versteht man die «Endstation» für solche Tiere, die keiner mehr will und die dort ihr Gnadenbrot bekommen: alte, kranke, oft auch verhaltensgestörte, gequälte Tiere, bissige Hunde oder Pferde, die vor der Abdeckerei bewahrt und auf dem Gnadenhof bis zum Lebensende leben können.

Einen Gnadenhof zu betreiben geht nur mit extremer Tierliebe und Idealismus, denn Geld ist damit nicht zu machen. Im Gegenteil! Ein solcher Gnadenhof besteht seit Jahren im niedersächsischen Dörrieloh im Landkreis Diepholz. Unbeanstandet von den Behörden lebten dort auf 45.000 qm Hunde, Katzen, Pferde, Ziegen, Schweine in trauter Eintracht und ohne Zwinger – rund um die Uhr betreut vom Ehepaar Bennefeld.

Zwei Jahre nach dem Errichten des Gnadenhofes und einer dann endlich erfolgten Besichtigung durch die vermeintlich für den Tierschutz zuständige Behörde, ohne daß es eine Beanstandung gab, erfolgte plötzlich die Wende und begann eine behördliche Treibjagd gegen die Betreiber mit dem klaren Ziel, den Gnadenhof zum Einstellen seiner Arbeit zu zwingen und wirtschaftlich zu ruinieren. Gnadenlos schlugen und schlagen die – wie sie von einigen genannt werden – «Bürokratentalibane» zu und veranstalten auf Kosten der Steuerzahler eine Treibjagd, bei der es mit den Tieren nur Verlierer gibt, während protegierte Tierheime damit fette Umsätze einstreichen…