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Bestsellerautor Hans-Joachim Zillmer im Gespräch mit Michael Vogt über eine völlig neue Sicht auf die Erdgeschichte.

Das Gesicht der Erde wandelt sich stetig. Doch nicht in schleichenden Prozessen, die sich über Jahrmillionen hinziehen, sondern plötzlicher, eruptiver und schneller. So waren es gewaltige Naturkatastrophen und schwere Klimastürze, die in den letzen zehn Jahrtausenden die Oberfläche der Erde grundlegend umgestalteten. Beweise gibt es genug: In Kaschmir entdeckte man sedimentäre Ablagerungen eines alten Meeresboden, die altseinzeitliche Relikte enthalten – was bedeutet, daß die Erdoberfläche dieser Himalaya-Region gehoben wurde, als es schon Menschen gab. In den Anden finden sich in 3600 m Höhe Korallen, die nach dem Dogma der Geologie aus der Zeit der allmählichen Gebirgsauffaltung stammen müßten. Besiedelte Steppen versanken in Nord- und Ostsee, Wald- und Seenlandschaften auf der Arabischen Halbinsel verwandelten sich in Wüsten und in Südamerika wuchsen die Anden in kürzester Zeit in die Höhe.

Doch mittlerweile weiß man, daß es sich um eine rezente, also heutzutage wachsende Korallenart handelt. Die Macht der Superfluten wird bisher in der Wissenschaft unterschätzt, obwohl sie binnen weniger Tage metertiefe Schluchten in die Landschaft graben können – ein solches Entstehungsszenario ist auch für den Grand Canyon mehr als nur denkbar. Ötzi, die weltbekannte Mumie aus dem Eis, kann er unmöglich direkt im Eis umgekommen sein. Sein Darminhalt und sein gedörrter Körperzustand sprechen dafür, daß es sich um eine luftgetrocknete Mumie handelt, die erst nachträglich von Gletschereis überzogen wurde – aufgrund eines plötzlichen Temperatursturzes in den Alpen.

Hans-Joachim Zillmer deckt mit detektivischem Spürsinn gravierende Ungereimtheiten gängiger wissenschaftlicher Theorien zur Erdgeschichte auf – und öffnet auf diese Weise den Blick für neue Denkansätze, die für Aussagen über die Zukunft der Erdentwicklung entscheidend sein können. Ein unkonventioneller Blick auf Entwicklung und Zukunft unserer Erde. Bestsellerautor Hans-Joachim Zillmer bringt durch intensiv recherchierte Fakten, überzeugende Funde und bestechende Argumentation nicht nur die bestehenden Lehrmeinungen zur Erdgeschichte ins Wanken, seine Erkenntnisse regen außerdem zu einer radikalen Revision der gängigen Vorstellungen von unserem Klima an.

Wußten Sie?

  • Die Arabische Halbinsel, also die heute Wüste war bis vor 5000 Jahren eine grüne Landschaft mit Seen. Dann erst begann sich der Persische Golf zu bilden. Zur gleichen Zeit war auch die heutige Sahara eine bewaldete Seenlandschaft. Die drei großen Pyramiden: Es war grün und es gab viel Regen: Wasserspuren an der Sphinx, usw. Schlammkreide früherer Seen stehen wie Eisberge in der heute ariden Wüste im Sudan.
  • Vor wenigen tausend Jahren: Die Nordsee war noch nicht da, sondern Steppe, Wasser stieg langsam und manchmal in Schüben über längere Zeiträume hinweg. Heute nur noch unwesentliche Wasserspiegeländerung. Sylt entstand vor kurzer als die Insel, so wie wir sie heute kennen.
  • 1130 war der Rhein ohne Wasser. 1187 lt. Kölscher Chronik hatten Sommer und Winter Platz getauscht: 30. Juni 1318 Schneefall im Juni.
  • 1342 Hydrologischer Gau in Mitteleuropa = größte Überschwemmungskatastrophe der letzten 1000 Jahre – Oderflut dagegen unbedeutendes Ereignis.
  • Mittelalterliche Wärmeperiode: wärmer als heute: Wikinger hatten in Grönland über 100 Kühe im Stall (fünf Monate Dunkelheit, kein Futterproblem?), außerdem bauten Sie Getreide auf Grönland an, gleichzeitig Weizen in Schottland und Norwegen, Feigen wuchsen in Deutschland – dazu brauchen wir heute wärmere Temperaturen wie heut am Mittelmeer! Also derzeit nur Klimaerholung.
  • Das Jahr 1822 war laut Karlsruher Temperaturreihe das wärmste Jahr seit 200 Jahren und das Jahr 2000 das zweitwärmste. Fünf der wärmsten Monate in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. moderne Temperatur Messung seit 100 Jahren als Temperaturen auf Tiefpunkt.
  • Maunder Minimum Ende 16. Jahrhundert: Gletscher kamen täglich Musketenschuß-Entfernung ins Tal. Ganze Dörfer wurden «überfahren». Menschen flohen und starben an Hunger. Gletscher wuchsen damals kräftig. Daher: Ötzi keine Eisleiche, sondern Hitzeleiche.
  • Jetzt sind wir auf dem Weg zum Normalzustand und derzeit ist die Erde relativ in Ruhe. Unsere Vorfahren erlebten totale Umbrüche, siehe Anden oder auch Himalaja, wo man «Steinzeitmenschen» verschüttet hoch in den Bergen fand, auch in den Alpen -weit jenseits der heutigen Baumgrenze.