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Der Prophezeiungsforscher, Stephan Berndt, im Gespräch mit Michael Vogt über die aktuelle Prophetie des Alois Irlmaier.

Seit Menschheitsgedenken haben Völker und Kulturen überall auf unserem Planeten auf die eine oder andere Art versucht, eine Blick in die Zukunft zu werfen. Die Völker dieser Welt – egal ob in Europa, Asien, Afrika oder Amerika – hatten ihre Schamanen, Eingeweidebeschauer, Orakel, Seher, Hellseher und Astrologen. Kaum ein bedeutender Herrscher der Antike, der nicht von einem Orakel oder Seher beraten wurde.

Und das hörte nicht mit der Antike auf, sondern setzte sich fort bis heute, wie die Fälle Ronald Reagan und Francois Mitterrand belegen, die sich im Präsidentenamt nachweislich 7 Jahre von einer Astrologin beraten ließen (Joan Quigley (Reagan) und Elizabeth Teissier (Mitterrand)). Selbst Konrad Adenauer gab in einem Interview in der WELT (6. September 1953) zu, bei einer Hellseherin gewesen zu sein. Und nach den Recherchen des Prophezeiungsforschers Stephan Berndt, hat Adenauer auch den bayerischen Hellseher Alois Irlmaier aufgesucht.

Alois Irlmaier (1894 – 1959) war nach Berndts Einschätzung einer der besten Seher, die jemals in Europa geboren wurden. Noch zu seinen Lebzeiten wurden seine Prophezeiungen von mehreren voneinander unabhängigen Quellen erfaßt und veröffentlicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Sehern sprach er über weite Strecken Klartext. Absolut einzigartig am Fall Irlmaier ist, dass er wegen betrügerischer Hellseherei angeklagt wurde, jedoch freigesprochen werden musste. Teile der Akten zu diesem Prozess von 1947 existieren noch heute im Staatsarchiv München – darunter die Urteilsbegründung, in der Richter seine Verblüffung über Irlmaiers Fähigkeiten hineingeschrieben hat.

In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, als noch 100.000de deutsche und österreichische Soldaten vermisst wurden, wurde Irlmaier so sehr von Ratsuchenden bestürmt, dass vor seinem Grundstück um die 100 Personen warteten, und das teilweise drei Tage lang. Auch das wird durch heute noch existierende Akten belegt (tlw. Polizeiberichte).

Wichtiger aber noch, als Irlmaiers privaten Voraussagen waren seine weltpolitischen Prophezeiungen. So veröffentlichte die «Altbayerische Heimatpost» am 20. November 1949 eine Voraussage Irlmaiers,

  • wonach es «noch nicht so bald», aber doch irgendwann nach einigen (kleineren) Kämpfen «im Osten zu einem großen Umschwung» kommen werde: der Zerfall des Warschauer Paktes und der Zusammenbruch der UdSSR!
  • Im selben Artikel sagte Irlmaier den Klimawandel voraus.
  • In einen anderen Text der im Ursprung von Oktober 1945 sein dürfte, jedoch erst im März 2002 veröffentlicht wurde, sagte er voraus, dass in den USA «die Schwarzen die Macht» bekommen werden. Damit dürfte Barack Obama gemeint gewesen sein, der 2008 ins Amt kam.
  • Im selben Text heißt es, die Bürger von Paris würden ihre eigene Stadt anzünden, und «Revolte mit der Jugend» machen … was ansatzweise schon 2005 passierte.
  • Im selben Atemzug mit Paris heißt es: «Der Stunk geht um die Welt» – was wiederum zur Eurokrise und dem sogenannten «arabischen Frühling» passt.
  • Dann sagte Irlmaier auch eine hohe Inflation voraus, und hohe Steuern. Auch das passt zur Eurokrise, oder könnte demnächst passen.

Das – wenn man so will – «Problem» mit Alois Irlmaier ist allerdings, dass er immer wieder einen großen Krieg in Mitteleuropa vorausgesehen hat, der zwar Gott sei Dank zu keinem Atomkrieg werden soll, und auch nur maximal 3 Monate dauern – , es aber dennoch in sich haben soll. In dieser Voraussage deckt sich Irlmaier mit vielen anderen «älteren» oder «traditionellen» europäischen Prophezeiungen. Problem Nummer 2 mit Alois Irlmaier ist also, dass er – so Stephan Berndts Analyse – für die Gesamtheit der europäischen Prophetie steht, und sich so die Suggestivität im Hinblick auf seine Voraussagen merklich erhöht.

Damit steht er in scharfem Kontrast zu dem, was die Vertreter der NewAge-Prophetie sagen – z.B. Drunvalo Melchizedek und Dieter Broers – dass nämlich die «alte Prophetie» irgendwann zwischen 1972 und 1998 ihre «Gültigkeit» verloren habe, was – es wird Zeit die ganz klar auszusprechen – schlichtweg unwahr ist, und Berndts Arbeit belegt. Alois Irlmaiers Voraussagen, bzw. das was, davon überliefert wurde, trifft bis zur Gegenwart zu, bzw. lässt diesen Schluss ohne große Interpretationsakrobatik zu.

Mag sein, dass dies ab morgen nicht mehr der Fall ist. Mag sein, dass Irlmaier ab morgen tatsächlich «ungültig» ist. Doch Alois Irlmaier liegt mit seinen Voraussagen bisher so dicht an der Gegenwart, und die Frage wie die Zukunft wird, wird in Europa immer drängender, dass es Sinn macht, seine Prophezeiungen – stellvertretend für die traditionelle europäische Prophetie – wieder aus der «Versenkungen» hervorzuholen.
Ähnlich wie die NewAge-Propheten sagt zwar auch Alois Irlmaier eine gute, harmonische und lebenswerte Zukunft voraus – ja wenigstens in Mitteleuropa eine neue Blütephase – nur sagt er für die Zeit davor – wie Dutzende, teils hochglaubwürdige andere «alte» Prophezeiungen – auch eine Phase sehr ernster Prüfungen voraus.

Was den gegenwärtigen Moment betrifft, also die sich offenbar immer weiter zuspitzende Euro- und Kreditkrise, ist davon auszugehen, dass Irlmaier auch das voraussah. Einerseits sah er eine hohe Inflation voraus, hohe Steuern, und eine unsägliche Rolle der Finanzämter, Banken und Versicherungen. Im nächsten Schritt sah er dann den Ausbruch gewalttätiger Unruhen in Italien, Frankreich und Deutschland – und zwar alles innerhalb eines relativ engen Zeitfensters von vielleicht 6 Monaten. Kurz nach Ausbruch der Unruhen, soll es dann etwa Ende Juli/Anfang August zu einem große Krieg in Mitteleuropa kommen – ausgelöst durch einen russischen Überraschungsangriff. Der Zeitpunkt bzw. das Jahr ist unklar. 2012 scheidet aber – so Stephan Berndt – auf Grund einer Fülle noch fehlender Vorzeichen aus.

Anfangen soll der große Krieg durch einen neuen Nahostkrieg – vermutlich mit indirekter Beteiligung Russlands – der zu einer weltweiten Friedensbewegung anregt. Diese Friedensbewegung wäre dann praktisch das letzte Vorzeichen. Halt – nicht ganz: Zu allerletzt soll der Papst von den Italienern als Verräter hingestellt und außer Landes getrieben werden, bzw. der Papst soll im letzten Moment flüchten.

Alois Irlmaier wurde einmal gefragt, ob auch alles so kommen müsse, wie er vorausgesehen hat. Seine Antwort war sinngemäß: «Das weiß ich nicht, ich kann mich auch irren. Aber es ist schon so viel eingetroffen, was ich vorausgesehen habe, dass sich wohl auch noch die ausstehenden Prophezeiungen erfüllen werden.»

Diese Aussage gilt im Jahre 2012 genau so wie 1959, als Irlmaier starb. Das Motto lautet: «Schaun’ mer mal.»

Nur wie will man die Zeichen der Zeit erkennen und richtig deuten, wenn man diese Zeichen – sprich die «alten» Prophezeiungen – überhaupt nicht kennt, weil man im gutem Glauben darauf vertraut, dass sie «überholt» sind?