Willkommen bei Alpenparlament.TV

Beachten Sie auch die wichtigen Beiträge auf www.alpenparlament.com.

Jeder Beitrag ist auch als DVD erhältlich: dvd(at)alpenparlament.tv

Ihr Alpenparlament Team

                             

Seminar- Wochenende

Samstag 15. November und Sonntag 16. November 2014 in MUCH bei Köln

Wir haben durch die Massentierhaltung, insbesondere durch die Massenschweinehaltung.

Eine immense Luftbelastung durch Ammoniak, eine schwere Wasserbelastung durch Nitrat, eine Bodenbelastung durch Nematoden und Nitrat, verschiedene Keimbelastungen durch fäkale Keime, schwere Antibiotikabelastungen, mit der großen Gefahr der Antibiotikaresistenz, insbesondere in den Krankenhäusern, wo es dann bei Infektionen keinen Schutz mehr gibt und noch weitere Gefahren wie Schweinepest, Kadaverentsorgung und Belastung der Infrastruktur.

In einer dreijährigen Studie hat die Universität Paderborn untersucht, ob Arzneimittelrückstände in der Gülle, die zur Düngung von Feldern verwendet wird, von Nutzpflanzen aufgenommen werden und damit in die tierische und menschliche Nahrung gelangen kann. Selbst noch nach acht Monaten wurden Antibiotikagehalte in den Wurzeln und Grünanteilen und im Korn des Winterweizens festgestellt. Gülle enthält neben Ammoniak auch Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoffgase, die ätzend auf Haut und Schleimhaut wirken. Die winzigen Teilchen der Feinstäube können die Barriere zwischen Lunge und Blutkreiskauf überwinden. Sie stehen im Verdacht, zu Entzündungen der Atemwege zu führen. Wichtig zu bedenken ist, daß Gülle aus industriell betriebenen Schweinemastanlagen und anderen Massentierhaltungen hochgradig mit Hormonstoffen, Arzneimitteln, Antibiotika und Desinfektionsmitteln sowie auch mit Fäkal-Bakterien (z.B. Escherichia-coli), MRSA (Multi Resistente Staphylococcus Aureus) und antibiotikaresistente ESBL-Enzyme (Extended Spektrum Beta-Laktamasen) verseucht ist. Sie müßte eigentlich als Sondermüll entsorgt werden. Eine solche Gülle kann, durch stärkere Niederschläge bedingt, dann Grundwasser auch zusätzlich mit Nitrat und Fäkal-Keimen belasten und die Umwelt verseuchen.

Der in der Gülle enthaltene Ammoniumstickstoff wird durch Bodenorganismen in Nitrat umgewandelt. Bei geringer oder fehlender Aufnahme durch die Pflanzen besteht die Auswaschung des Nitrats ins Grundwasser. Der Grenzwert von Nitrat ist 50 m/l. In Südoldenburg ist der Nitratgehalt durch die Massentierhaltung auf 253 m/l angestiegen. Das Wasser ist ungenießbar.

Wenn Schweine viel Kraftfutter bekommen, wird das Darmmilieu sauer und zum Nährboden für gefährliche Keime wie MRSA-Keime und ESBL-Enzyme. Die meisten Keime sind antibiotikaresistent durch genetische Veränderungen. Die ESBL-Enzyme können eine ganze Bakteriengruppe resistent gegenüber vielen Antibiotika machen. Sie weisen Enzyme auf, die den Beta-Laktam-Ring der Antibiotika zerstören, wodurch die Antibiotika wirkungslos werden. Es gibt dann bei Infektionen keinen Schutz mehr. Die WHO schätzt, daß durch die Antibiotikaresistenz allein in der EU 250 000 Menschen pro Jahr sterben.

Massentieransammlungen begünstigen auch Krankheiten unter den Tieren. Deshalb werden Tiere ebenfalls zur Vorbeugung mit Antibiotika behandelt. Diese können sich auch als Beimischung im Viehfutter oder im Trinkwasser befinden und werden auch illegal als Leistungsförderer eingesetzt. In Deutschland werden im Veterinärbereich 784 Tonnen Antibiotika und im Humanbereich 380 Tonnen verkauft. Tiere werden zum Teil mit Medikamenten vollgepumpt, um überhaupt bis zum Tag der eigenen Schlachtung am Leben zu bleiben. Da Tiere die Medikamente nicht voll abbauen, befinden sich die Stoffe im Fleisch und können als Gesundheitsgefahr (Antibiotikaresistenz) aufgenommen werden. Deshalb ist die Gülle aus Massenschweinezuchtanlagen Sondermüll und müßte entsorgt werden. Sie gehört nicht mehr auf die Felder.

Hinzu kommt das lebensbedrohliche Problem der Killerbakterien. In Brasilien waren Killerbakterien schuld am Tod von 18 Menschen. Sie berichten von insgesamt 108 Fällen in zehn verschiedenen Krankenhäusern. Es waren multiresistente Erreger des Typs KPC (Klebsiella pneumoniae). Das Bakterium Klebsiella pneumoniae ist normalerweise für den Menschen ungefährlich. Wenn es aber resistente Gene enthält, kann es tödlich sein. Diese so genannten Klebsiella-pneumoniae-Carbapene-masen (KPC) tauchten erstmals in Amerika auf und haben sich über weite Teile der Welt verbreitet.

Verschärft wird alles durch die Gentechnik. In Südamerika wächst auf 41 Millionen Hektar Soja. Das ist mehr als Deutschland und Holland zusammen. Hier werden grüne Wüsten geschaffen. Es werden dafür auch großflächig Regenwald und Savannenfelder zerstört. Etwa 90 Prozent des angebauten Soja sind genetisch manipuliert. Großanbau von Mais und Soja fördert die Schädlinge und auch den Einsatz von Pestiziden, wodurch auch Seen und Flüsse der Umgebung vergiftet werden können. Und die EU hat die Einfuhr von Gen-Mais und Gen-Soja in allen 27 Ländern natürlich der EU erlaubt.

Außerdem hat Deutschland die Emissionshöchstwerte für Ammoniak bereits um sechs Prozent überschritten. Im Jahre 2000 waren es in Deutschland etwa 45 Millionen Schweine, die geschlachtet wurden. Im Jahre 2011 bereits 60 Millionen, obwohl die Bevölkerung zurück ging. Zu behaupten, neue Agrarfabriken seien notwendig, entspricht nicht der Situation.

Fazit: Die Massentiermast muß endgültig verboten werden, um Mensch, Tier Luft, Boden und Wasser zu schützen.

 

Diesen Beitrag auf DVD bestellen.

EU - Raum 15 Euro inkl. Versandkosten.

Schweiz CHF 15.-- inkl Versandkosten.

dvd(at)alpenparlament.tv