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Frau Dr. Ruth Tippe deckt im Interview mit Tomas Eckardt schonungslos Zusammenhänge auf und verweist auf die (wenigen) Möglichkeiten, die uns noch bleiben, diesen Zug des Verderbens noch zu stoppen.

In den Jahren zwischen 1980 und 2009 hat die Genmanipulations-Industrie allein in Europa über 70.000 Patentanmeldungen eingereicht. Durch den fast täglichen Umgang der Medien mit der Gentechnik ist das Thema für uns schon so alltäglich, daß immer weniger Menschen auf die Idee kommen, per se den Wahnsinn in Frage zu stellen, daß jemand Anspruch darauf erhebt, das Leben selbst, Teile davon oder auch «nur» Gensequenzen zu patentieren. Dabei geht es um nicht weniger als um das Leben, ja: um das Überleben aller Spezies auf diesem Planeten.

Die Entwicklung nimmt dabei immer fatalere Züge an. Existenzielle Grundnahrungsmittel wie Reis und Mais gelangen durch immer umfassendere Patentierungen nahezu des ganzen Genoms dieser Pflanzen weltweit faktisch in die Hände der Genkonzerne. Bauern können ihr Saatgut teilweise schon gar nicht mehr kaufen, sondern sie müssen es von den Konzernen leihen (!), wobei die Ernte zu 100% dem Konzern gehört. Zudem werden inzwischen nicht nur genveränderte Organismen patentiert, sondern sogar konventionell gezüchtete Früchte, Feldfrüchte und evtl. sogar Tiere. Sogar große Teile des menschlichen Genoms fallen bereits unter das Patentgesetz. Dabei werden die schmutzigen Lügen der Verantwortlichen in Bezug auf «Beseitigung des Hungers», «größere Erträge», «Minimierung von Chemiegebrauch» und zahlreiche andere bewußte Falschaussagen immer offensichtlicher. Der massive Filz von Politik, Lobbyisten und Industriellen bildet hier so etwas wie einen dunklen, schützenden Kokon um diese Verhältnisse.

All dies wird seit Jahrzehnten gezielt am öffentlichen Bewußtsein vorbeigeschleust. Frau Dr. Ruth Tippe deckt im Interview mit Tomas Eckardt schonungslos solche Zusammenhänge auf und verweist auf die (wenigen) Möglichkeiten, die uns noch bleiben, diesen Zug des Verderbens noch zu stoppen. Für den Erfolg dieses Widerstandes für das Leben ist es allerdings notwendig, daß der Wille der Bevölkerungen in viel größerem und massiverem Ausmaß geäußert wird.